Tag 026: Vladivostok

Die heutige Nacht war unruhig und recht kurz. Gegen 7:00 Uhr erreichten wir den Bahnhof in Vladivostok, stiegen aus und machten uns auf dem Weg zu unserem Hostel.

Bahnhof Vladivostok

Bahnhof Vladivostok

Dort angekommen stellten wir unser Gepäck ab (zum einchecken war es viel zu früh) und gingen anschließend amerikanisch frühstücken. Die Stadt, die auch als „San Franzisco Russlands“ bekannt war, machte ihrem Namen alle Ehre- es ging laufend rauf und wieder rutner.

Leichter Anstieg

Leichter Anstieg

Das Leben erwachte gerade, die Straßen füllten sich nach und nach.

Straßenleben

Straßenleben

Um ein wenig die Zeit tot zu schlagen, versuchten wir uns an dem einzigen Geocache in Reichweite, der leider mit einer tollen Aussicht warb und daher auf einem Hügel der Stadt lag. Ich fand diesmal nicht nur den Cache, sondern auch dessen Owner 😊.

Straßenleben

Stadtpanorama


Stadtpanorama

Stadtpanorama

Dann gingen wir zurück zum Hostel und warteten darauf einchecken zu können. Nachdem das erledigt war und nach einer angmessenen Erholungspause von den vorherigen Tagen, sind wir wieder aufgebrochen.

Central Square

Central Square

Wir liefen Richtung Meer und nach zirka zwei Kilometern kam wir zur Uferpromenade der Stadt. Hier gab es unzählige Stände, ein paar Schwimmer und unzählige Besucher, die das gute Wetter (um die 25 Grad) genossen.

Blick Richtung Meer

Blick Richtung Meer


Uferpromenade

Uferpromenade

Ursula gönnte sich eine kleine Leckerrei von der ich allerdings auch eine Löfelspitze probieren durfte (Schamlose Lüge: Thorsten hatte die gleiche Portion😂, also jeder eine Waffel). Die frischen Waffeln mit Sahne und Früchten waren eine Gedicht.

Frische Waffel mit Sahne und Früchten

Frische Waffel mit Sahne und Früchten

Den Abend ließen wir dann ruhig angehen- Ursula mußte ihre Kopfschmerzen von der unruhigen Nacht loswerden. Unser Hostel hier an unserem letzen Ziel war das „Hostel Izba„. Es war bei weitem das professionellste Hostel auf unserer Reise- alles war sauber, funktionierte, war modern und in ausreichender Stückzahl vorhanden.

Die Uhren in Vladivostok zeigten Moskauer Zeit +7 Stunden, d.h. +8 Stunden zu unser Zeit daheim (ergo GMT+9).

Tag 025: Weiterfahrt nach Vladivostok (Teil 4)

Noch knapp 20,5 Stunden, dann konnten wir unsere Zweimannzelle verlassen. Zwar war es hier einigermaßen bequem auf die Dauer und es hatte etwas zu tiefst beeindruckendes so lange an einem Stück und in eine Richtung Zug zufahren, aber es war auch nicht zu leugnen, das wir zirka 23 Stunden am Tag auf unser Pritsche saßen. Insofern war ein absehbares Ende etwas Angenehmes.

Am Wegesrand

Am Wegesrand

Je näher wir Vladivostok kamen um so urbaner wurde die Landschaft. Mehr passierte nicht außer das es erst Abend und dann Nacht wurde.

Tag 024: Weiterfahrt nach Vladivostok (Teil 3)

Am heutigen Tag sind wir ohne viele Stopps durch die unendlichen Weiten Russlands gefahren. Es war einfach beeindruckend, wie groß und leer dieses Land war.

Tundra

Tundra


Wälder

Wälder

Jeder Halt, wie dieser in Mogocha, war eine willkommende Gelegenheit für uns unsere Beine zu vertreten.

Kurzer Halt in Mogocha

Kurzer Halt in Mogocha

Warum grade hier ein Halt war, erschloss sich nicht. Mogocha schien mehr ein Dorf als eine Stadt zu sein.

Mogocha

Mogocha

Das Bahnpersonal unseres Wagons achtete darauf, das nur Leute mit gültigem Ticket herein kamen. Bis dato hatten wir in den anderen Zügen einen Zweischichtbetrieb erlebt. Diesmal waren oft beide im Einsatz.

Wagon-Team

Wagon-Team

Im Fenster rechts war groß die Nummer unseres Wagons ausgeschrieben. Auch war hier zu erkennen, das der Zug die gesamte Strecke von Moskau bis Vladiwostok (> 9.000 km) fuhr!

Wagon Nr 7

Wagon Nr 7

Bei einem anderen kurzen Halt gab es wieder die bekannten fliegenden Händler auf dem Bahnsteig, wo wir uns mit ein paar Happen eindeckten.

Fliegender Händler

Fliegender Händler

Auch die allgegenwärtigen Hunde durften nicht fehlen. Wir hatten niemals erlebt, das die Tiere aggresive waren oder von Menschen getreten wurden. Die meisten Russen ignorierten die Tiere und manche gaben ihnen etwas zu fressen. Viele sahen in ihnen das kleinere Übel- lieber Hunde als Ratten.

So ging dieser Tag auch irgendwann zu Ende und wir schliefen nachdem wir auch heute in das Restaurant eingekehrt waren um etwas zu trinken. Meine Erkältung war am Ende und meine Nase wieder unter meiner Kontrolle 😊

Die Landschaft versank derweil im Abendnebel…

Tag 023: Weiterfahrt nach Vladivostok (Teil 2)

Den Weg zum Bahnhof, den wir diemal wählten war etwas kürzer, als der den wir bei der Ankunft genommen hatten. Das änderte freilich nichts an der heutigen Hitze, dem Gewicht unserer Rucksäcke und der Brücke die wir überqueren mußten.

Brücke

Brücke

Taxi kam heute für uns nicht in Frage und so quälten wir uns als sportliche Maßnahme über das Hinderniss. Ursula war froh, nicht ihren Käferkoffer „Karlchen“ mitgenommen zu haben 😂🤣.

Ursula kurz vor dem Zenit

Ursula kurz vor dem Zenit

Und damit waren wir aber auch schon am Bahnhof.

Alte Dampflok

Alte Dampflok

Der Bahnhof selbst war recht klein und hatte nur eine handvoll Gleise für den Personenverkehr.

Güterverkehr

Güterverkehr

Das Gebäude wurde, wie alle Bahnhöfe in Russland, mit Eingangskontrolle bewacht.

Bahnhofsgebäude

Bahnhofsgebäude

Die Anzeige für die ankommenden Züge war kaputt, aber das war nicht weiter schlimm. Hier hielt nicht viel und Ulan-Ude hatte Eisenbahn technisch nur deswegen Bedeutung, weil hier die Trans Mongolia nach Ulan-Bator startete.

Der Zug war pünktlich und unser Abteil war schnell gefunden. Landschaftlich war die Strecke heute so ziemlich das schönste was wir bis dato sehen konnten.

Wälder

Wälder

Die Wälder wurden ab und an von kleinen Siedlungen oder Flüssen unterbrochen.

Siedlung

Siedlung

Auch gab es vergleichweise viele Kurven, so das wir unsere Lok (blau) vorne sehen konnten, auch wenn ein Foto recht schwierig war

Unsere Lok

Unsere Lok

Und so fuhr der Zug in die Nacht und wir vertrieben uns unsere Zeit mit lesen, schreiben, schnutzeln und Hörbüchern.

Abends sind wir ins Bordrestaurant gegangen und es hat diesmal mit einer Bierbestellung geklappt; wird wurden diesmal nicht ignoriert.

Bordrestaurant

Bordrestaurant


Prost!

Prost!

Meine Erkältung war noch stark präsent, obwohl es mir sonst nicht schlecht ging.

Tag 023: Weiterfahrt nach Vladivostok (Teil 1)

Am heutigen Tag stand nur das Packen, ein wenig einkaufen, frühstücken und das pünktliche Erreichen unseres Zuges (Nr 002) an. Damit sind wir quasi wieder in den gleichen Zug eingestiegen, aus dem wir vor ein paar Tage ausgestiegen sind.

Die Fahrt dauerte 62 Stunden und brachte uns zu unserem letzten Ziel hier in Russland: Vladiwostok. Wir durchquerten so das ostsiebirische Berg- und Tiefland und fuhren bis zum japanischen Meer. Die knapp 3.500 km lange Strecke war zum größten Teil leer, auch wenn es natürlich Städte gab an denen denen unser Zug hielt.

Auf Grund der schieren Länge haben wir uns wieder für Tickets der 1. Klasse entschieden. Die Fahrt startete um 14:44 Uhr.

Das Frühstück war übrigens typisch russich (zumindestens hier in der Gegend): herzhaft mit etwas süßen. Am ehesten mit English Breakfast vergleichbar.

Das Hostel war im weiteren Verlauf dann doch nicht so schlecht wie ursprünglich angenommen. Zumal der unfreundlich Typ (aka Qualle) ab dem zweiten Tag nicht mehr da war. Der Laden wurden dann vom einer netten jungen Frau geschmissen.

Um 13:30 Uhr sind wir dann losgelaufen Richtung Bahnhof…

[Ich werde weiter bloggen und vermutlich alles in einem Rutsch am 15.08 online stellen, in der Zwischenzeit sind wir offline]

Tag 022: Trip zum Ethnografisches Museum Transbaikaliens

Nach einer erneut ruhigen Nacht, leider mit Mücken, sind wir zum Ethnografischen Museum Transbaikaliens aufgebrochen. Minibus Nr 37 brachte uns für 20 Rubel zum Freilichtmuseum und für 200 Rubel bekamen wir Einlaß.

Ticket

Ticket

Das Museum erstreckte sich über ein rieses Areal und zeigte uns unterschiedlichste Holzarchitekturen. Manches, dazu passend aus der Steinzeit, war aus Stein und wurde von der orginal Fundstelle hierhin verfrachtet.

Opferstein

Opferstein


Orthodoxe Kirche

Orthodoxe Kirche


Blume

Blume


Fensterfront

Fensterfront

Manche Gebäude konnte man auch betreten.

Einrichtung

Einrichtung


Einrichtung

Einrichtung


Tor

Tor

Das Museum hatte auch einen „Zoo“. Es gab eine Reihe von Tieren und als erstes erblickten wir ein Kamel, das genüßlich fraß und ordnungsgemäß zwei Höcker hatte, auch wenn das auf dem Foto nicht gut erkennbar ist.

Kamel

Kamel

Dann aber sahen wir zwei ausgewachsene Tiger, die auf einer Fläche einer PKW-Garage gehalten wurden. Das gleiche galt für Bären, Wölfe, Adler und Co. Und das bei dem Wahnsinns-Platz der dem Museum zur Verfügung stand und der in weiten Bereichen schlich leer war.

Tiger

Tiger

Der Rückweg mit dem Minibus war nicht nur rasand wie immer, sondern auch völlig überhitzt. Im Wagen waren es über 30 Grad, so dass wir bei unser Ankuft am Soviet Square, dort wo der Lenin-Kopf stand, durchgeschwitzt waren. Zurück im Hostel ging es daher erst einmal unter die Dusche.

Nach einer Pause sind wir am frühend Abend noch einmal los gezogen um wenigstens der dritten Cache der Stadt zu finden (ohne Erfolg) und kamen prompt in ein Sommergewitter, das zum Glück nach 20 Minuten schon abgeklungen war.

Panzer

Panzer

Dann sind wir ins „Modern Normad“ gegangen und haben etwas zum Abend gegessen. Es war ein Eintopf in guseisenem Topf, abgedeckt mit Nudelteig.

Eintopf unter Nudelteig

Eintopf unter Nudelteig

Und damit änderte unser letzter kompletter Tag in Ulan-Ude. Morgen würden wir unsere letzte Fahrt zu unserem finalen Ziel in Russland antreten- die Zeit war schnell vergangen.

Ich hatte es geschaft, mir eine kleine Erkältung an Land zu ziehen. Den ganzen Tag lief unentwegt meine Nase 😭 Das Wetter war warm bis heiß mit ein wenig Regen gegen Abend.

Tag 021: Trip nach Ivolginsky Datsan

Die Nacht war erfreulich ruhig und entspannend. Die Hostelgäste waren durch die Bank weg alle ruhig, ja flüsterten sogar größtenteils bei Unterhaltungen.

Heute entschieden wir uns zu einem Tagestrip nach Ivolginsky Datsan, der größten Budhistischen Gemeinde in Russland. Die Fahrt wurde, wie hier üblich, mit Minibussen bewältigt. Erst Nr 130 nach Ivoginsky einige Kilometer von Ulan-Ude entfernt und von dort mit einem Bus ohne Nummern weiter. Insgesamt kostete die Fahr pro Person 45 + 25 Rubel.

Minbus

Minbus

Wieder einmal zeigten sich zwei Dinge: 1) Busfahren auf diese Art war nichts für Leute mit Kontaktangst, für solche denen schnell schlecht wurde oder für solche mit gesteigerten Sicherheitsbedürfnis. Mich spühlte es während der Fahrt auf verschiedenste Steh- und Sitzplätze während der Bus vollgestopft in einem sportlichen Tempo 45 Minuten über die Straßen stürmte. 2) Reperaturdienste wie Carglas machen unnötig Panik- Karosserieausbaudienste auch.

Ivolginsky Datsan war die größte budhistische Gemeinde des Landes. Wir streiften ein wenig herum und fanden das eine oder andere schöne Motiv.

Haupttempel

Haupttempel

Tempel

Fensterfront

Fensterfront


Löwe

Löwe


Katze

Katze

Was wohl unsere machen?

Hund

Hund

Nach einigem Zureden war Ursula bereit mit geschlossenen Augen zirka 20 Schritte auf einen Schrein zuzugehen. Wer ihn traf, möglichst in der Mitte, war wohl besonders ausgeglichen. Manch einer verfehlt ganz und musste von Freunden gebremst werden um nicht irgendwo daneben zu laden.

Ausgeglichen?

Ausgeglichen?

Den toten Lama, der nicht verwest und hier ausgestellt war, haben wir leider nicht gesehen 😩

Die Bauweise der Häuser war recht typisch für die Gegend und bot einen Vorgeschmack auf die Monoglei.

Holzhaus

Holzhaus

Die Rückfahrt nach Ulan-Ude verlief wie die Hinfahrt, nur in umgekehrter Richtung halt. Angekommen, haben wir uns in einem Restaurant („Shashlikoff„) etwas gutes gegönnt 😊

Gegen Abend sind wir nach einer Pause im Hostel wieder losgezogen. Wir wollten schauen, ob wir für unser Abreise einen besseren Weg zum Bahnhof fanden. Wir fanden auch die uns beschriebene Brücke, aber die war nur bedingt eine Abkürzung.

Auf dem Weg haben wir eine Reiterstatue gefunden, die vermutlich Dschingis Khan darstellte.

Reiterstatue

Reiterstatue

Interessant war auch der Bauwagen, der auf dem Weg lag; wir alt der wohl war?

Bauwagen

Bauwagen

Abends saßen wir lange an dem Springbrunnen, aßen ein wenig und unterhielten uns mit einem anderen Reisenden, einem Lehrer (@Daniel: Hey!)

Springbrunnen

Springbrunnen

Das Wetter heute war richtig schön warm, ohne zu heiß zu sein. Auch war der  starke Wind von gestern nicht mehr da- ein schöner Tag.


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