Nachmittag/ Nacht 033 auf 034: Zugfahrt nach Saigon

Kurz vor der Abfahrt hat es uns das erste Mal erwischt: ein ausgewachsener Platzregen hat für unerwünschte Erfrischung gesorgt 😦 Zum Glück waren wir noch nicht auf dem Weg zum Bahnhof, sondern auf einer kleinen „Frühstücksrunde“ um uns für die bevorstehende Reise zu stärken.

Dafür hatten wir bei unserem Fußmarsch vom Hotel zum Bahnhof Glück. Kaum waren wir da, goss es wieder wie aus Eimern.

Wie erwartet hatte unser Zug, der SE3, Verspätung so das wir eine Stunde später als geplant losgefahren sind. Uns ist es egal, da wir eh viel zu früh am Morgen in Saigon ankommen werden – da schadet ein wenig Verspätung nicht.

Unser Abteil ist diesmal ein „6er Softsleeper“, quasi die 2. Klasse unter den Schlafwagenabteilen (inklusive festgeklebtem Kunstoffblümchen am Fenster)

6er Softsleeper

6er Softsleeper

Wie die Fahrt began, habe ich in einem kurzen Video verewigt.

Die Reise führte an unzähligen Reisfeldern, Bananen-, Kokosnussplantagen, Urwald, Dörfern und an der Küste Richtung Süden vorbei. Zugfahrten sind am Fenster irgendwie hypnotisch und besonders einschläfernd…

Der Zug verfügt übrigens auch über einen Speisewagen und Wagons mit Sitzplätzen, die zwar einen Fernseher als Unterhaltung bieten, aber so riechen als wäre schon verdamt lange nicht mehr gelüftet worden.

An den Bahnhöfen versuchten Dutzende von Händlern ihre Waren an die Reisenden zu verkaufen.

Händler am Bahnhof von Dieu Tri

Händler am Bahnhof von Dieu Tri

Da nur ein paar Züge am Tag an den Bahnhöfen halten und es sich für die Händler nicht lohnen würde nur hier zu verkaufen, bauen sie Ihe Waren (Chips, Getränke, Zahnbürsten, etc.) für jeden Zug auf und anschliesend wieder ab. Dafür versuchen sie aber auch horrende Preise, ca. das zwei- bis dreifache, zu nehmen.

Im Zug befinden sich auch zwei offizielle Mitarbeiter der Zuggesellschaft die ebenfalls Snacks während der Fahrt anbieten. Und zwar zu unterschiedlichen Preisen- das soll mal jemand verstehen.

Unse Abteil hatten wir übrigens die ganze Fahrt für uns alleine. Insgesamt war der Zug ziemlich leer. Und das obwohl doch von Mitte Januar bis Mitte Februar (als rund um Tet) Hochsaison für die vietnamesischen Züge sein soll!? Aber vielleicht fahren wir nur in die falsche Richtung, den die Züge in der Gegenrichtung sind deutlich voller.

Um 5:45 Uhr sind wir wohlbehalten am Ga Sai Gon angekommen.

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