Tag 101: Red Centre

Nun war es offiziell: wir hatten heute gegen 9:30 Uhr den Wendekreise des Steinbocks („Tropic of Capricorn“) überschritten, der die südliche Grenze zwischen Tropen und Wüste darstellt, und waren so auf dem Stuart Highway im roten Herzen Australiens angekommen.

Links Wüste, rechts Tropen

Links Wüste, rechts Tropen

Kurz darauf passierten wir dann auch die Stadtgrenze von Alice Springs, der berühmtesten Stadt im „Red Centre“. Die Stadt war die größte die wir seit Darwin zu sehen bekommen hatten, aber objektiv gesehen auch nur ein großes Dorf.

Alice Springs

Alice Springs

Erschreckend waren die vielen Obdachlosen, allesamt Aborigines, die überall zu sehen waren. Laut einer Internet Recherche ist die Kriminalitätsrate hier eine der höchsten in ganz Australien.

In Alice Springs haben wir zu vernünftigen Preisen erst einmal unsere Lebensmittelvorräte aufgestockt und Apollo vollgetankt. In einem „Hungry Jack“ Fastfood haben wir dann das WiFi genutzt um die Blogeinträge der letzen Tage zu veröffentlichen und das zu tun was ein Reisender so im WWW zu tun hat (Emails, Konten kontrolliert, etc.).

Dann haben wir die alte Telegraphenstation besichtigt, die zwar heute abseits der Stadt liegt, die jedoch die Initialgründung für die Stadt dargestellte.

Alice Springs Telegraph Station

Alice Springs Telegraph Station

Etwas enttäuscht haben wir zur Kenntnis genommen, das Alice Springs eigentlich gar nicht so heißen dürfte. Benannt wurde die Stadt nämlich nach einer Quelle (engl. „Spring(s)“) , die der erste Postmeister nach seiner Frau benannte. Nur leider gibt es an der besagten Stelle überhaupt keine Quelle, sondern lediglich eine Senke im Flussbett des Todd-Rivers der an der Stelle fließt und in der sich das Wasser länger hält als an anderen Stellen im Flussbett. Wenn es denn mal fließt. Als wir da waren war von dem Fluss nur das sandige Bett zu sehen. Das einzige Wasser war in unseren Trinkflaschen.

Während unseres Besuches an der alten Telegraphenstation hat Ursula plötzlich einen Wüstenbewohner entdeckt, der sich langsam aber bestimmt versuchte aus dem Staub zu machen. Die Echse war ungefähr einen Meter lang.

Echse auf der Flucht

Echse auf der Flucht

Die bereits erwähnte Fliegendichte ist hier noch einmal gestiegen, so dass wir nun beide Moskitonetze für den Kopf benutzen, da ein Dutzend Fliegen im Gesicht nicht zum allgemeinen Wohlbefinden beitrug. Sah komisch aus, half aber besser als jede Chemie.

Hier nie mehr oben ohne

Hier nie mehr oben ohne

So ausgestattet waren wir bei weitem nicht die einzigen!

Für heute haben wir uns recht früh einen richtigen Campingplatz gesucht („MacDonnell Range Holiday Park“) um dort unsere Wäsche zu waschen, ein wenig zu relaxen und früh schlafen zu gehen. Das Wetter war abends perfekt: nicht zu kalt und nicht zu heiß. Außerdem gab es keine Fliegen mehr und Mücken ließen sich auch keine blicken.

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