Tag 106: Weg nach Cape Jervis

Die Nacht war warm und die Anzahl der Mosquitos hat nach Tagen wieder zugenommen. Mehrmals in der Nacht konnten wir aus der Ferne Züge hören, die durch das Outback Richtung Adelaide fuhren.

Am Morgen sind wir dann ins 7 km entfernte Woomera aufgebrochen, einem kleinen Dorf, in dem in der Vergangenheit Raketentests durchgeführt wurden. In der Stadt lebten einst 6.000 Menschen, aktuell sind es nur noch knapp 200 Einwohner. Seitdem das Dorf nicht mehr in einem Sperrgebiet lag, wurden Gebäude und Einrichtungen nur noch erhalten, aber nicht erneuert. Das verlassene Dorf war also fast eine kleine Zeitreise.

Zeugen vergangener Zeit

Zeugen vergangener Zeit

Neben einem Einkaufszentrum und einem Theater gab es auch eine Bowlingbahn.

Bowlingbahn

Bowlingbahn

Nach kurzem Aufenthalt sind wir weiter gezogen Richtung Port Augusta und haben dort im „Australian Arid Lands Botanic Garden“ Halt gemacht, der vor den Toren der Stadt lag.

Wüstenblume

Wüstenblume

Nach einer Stunde sind wir weiter nach Port Augusta gefahren. Dort haben wir im Zentrum, an den „Wharfs“, im hiesigen Woolworth-Supermarkt unsere Lebensmittel aufgestockt.

Wharfs

Wharfs

Port Augusta war eine Industrie-und Hafenstadt die, außer ein paar gut erhaltenen Häusern im viktorianischem Stil und den Wharfs, für uns wenig interessant war. Wir fuhren daher recht schnell weiter nach Cape Jervis und ließen sogar Adelaide vorerst links liegen. Unser Ziel war „Kangaroo Island“ und das vor den australischen Osterferien, die nächste Woche beginnen . Die Ferien würden die Insel für uns nur unnötig teuer machen. Adelaide stand dann als nächstes auf unserer Liste.

Hinter Port Augusta veränderte sich auch die Vegetation spürbar. Der rote Wüstensand und die niedrigen Büsche wichen nach und nach Weizenfeldern, Olivenhainen und Weinbergen. Nach einer Woche eine willkommene Abwechslung. Während der Fahrt sahen wir den Zug auf dem folgenden Foto, der geschätzt mindestens 2 km lang war.

Zug auf offener Strecke

Zug auf offener Strecke

Wir hatten die Südküste Australiens erreicht und damit das Outback und die Wüste verlassen. Uns erwartete eine grüne, hüglige Landschaft, wie sie auch in Irland oder Schottland hätte liegen können. Es gab viele Weinberge und Regen. Das erste Mal saßen wir abends in unserem Camper und es regnete auf unser Dach. Leider brachte de Regen kaum Abkühlung von den 34 Grad des Tages.

Der Campingplatz („Cape Jervis Station Caravan and Camping“) lag nur wenige Kilometer vom morgigen Ferry Terminal entfernt, so dass wir morgen früh nur einen kurzen Weg vor uns hatten.

Der Regen hielt sich auch in Grenzen, aber wir fürchteten, daß dies ein Vorzeichen für die nächsten Tage war.

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