Tag 76: Weg nach Theth- Mission Impossible

Heute wollten wir zum Theth-Nationalpark weiterfahren. Zum Park und dem gleichnamigen Dorf gab es von hier aus zwei Wege: einen längeren (130 km) der jedoch besser passierbar sein sollte ( laut Reiseführer) und einen kürzeren (60 km) der dafür unwegsamer sein sollte.

Niemand konnte uns sagen, was dies genauer hieß, besonders nach den Niederschlägen der letzten Tagen die in den Bergen gefallen waren. Wir machten uns dennoch auf den Weg und uns schloss sich ein nettes Ehepaar (Elke & Werner) in ihrem Camper an.

Wir entschieden uns für den längeren Weg in der Hoffnung, hier Theth ohne größere Probleme erreichen zu können. Der Weg war landschaftlich sehr schön und führte uns im Kir-Tal entlang des gleichnamigen Flusses durch die Berge.

Kir-Fluß

Kir-Fluß


Schlucht.JPG

Schlucht

So schön und gut der Weg war, nach knapp einer Stunde war in Prekal Ende.

Endstation I

Endstation I

Das Durchfahrt-Verboten-Schild war nicht das eigentliche Problem. Vielmehr störten große Felsblöcken auf der Straße, ein paar hundert Meter weiter, das vorankommen.

Hier stießen wir nicht nur auf hilfsbereite Albaner ohne richtige Möglichkeit der Kommunikation mit uns, sondern auch auf ein junges Pärchen (Carola & Thomas), die mit ihrem Mietwagen den gleichen Weg fahren wollten und umgekehrt waren.

Wir entschieden zurückzufahren und die kürzere Variante auszuprobieren. Auch wenn wir das Ziel nicht erreichen würden, war der Weg vielleicht ja sehenswert!? Das Pärchen schloss sich unserer kleinen Gruppe an und wir fuhren  erst den gekommenen Weg zurück und dann über den kürzeren Weg Richtung Theth.

Der Weg war viel besser als vermutet und frisch gebaut worden- zumidestens am Anfang.

Berglandschaft

Berglandschaft


Ziegen

Ziegen

Dann fuhren wir in ein Unwetter, das sich vor den Berge aufgestaut hatte. Es fing an zu regnen und es wurde neblig.

Naß und neblig

Naß und neblig

Wir fuhren trotzdem weiter und solange, bis auch der Weg nur noch eine Piste war bis hin zu einem Schild, das den restlichen Weg als gesperrt erklärte.

Endstation II

Endstation II

An diesem Punkt entschieden wir uns umzukehren und auf dem gleichen Campingplatz wie gestern zu übernachten. Um es klar zu stellen: beide Wege wurden von Albanern befahren und wir hätten ihn mit unserem Landy sicherlich auch meistern können. Nur uns stellte sich die Frage nach dem Sinn. Nur um in Theth im Regen und Nebel zu sitzen? Carola und Thomas wollten versuchen oben anzukommen, wir hoffen, Sie haben einen Weg gefunden und es hat sich gelohnt.

Auf dem Rückweg überholten wir einen Transporter, wie sie hier häufig anzutreffen waren.

Pferdetransporter

Pferdetransporter

Kaum waren wir aus den Bergen wieder heraus, hörte der Regen und der Nebel auf und der Himmel begnügte sich mit dicken Wolken, die jedoch nur ein paar Blitze und Donner spien- wir blieben von Regen erstmal verschont.

Wir hatten heute unser Ziel zwar nicht erreicht, aber haben viel schönes gesehen und hatten eine Menge Spaß!

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