Tag 011: Fahrt nach Novosibirsk (Teil 2)

Um 1:00 Uhr morgens hatte unsere traute Zweisamkeit in dem Abteil ein Ende. Es klopfte etwas zaghaft und zwei Russen mit riesigen Koffern standen vor der Abteiltür. Es war die Belegung der oberen beiden Kojen.

Wir räumten schnell unsere Sachen zusammen, da wir im Glauben alleine zu bleiben Platz belegt hatten, der uns nun leider nicht mehr zustand. Dann zogen die Russen ein und es war interessant zu sehen, das alles und jeder Platz fand. Nach 30 Minuten war alles erledigt und wir versuchten wieder zu schlafen, was nach einiger Zeit auch gelang.

Einer unser Abteilgenossen hatte mal für einige Zeit in Ingolstadt gearbeitet, sprach aber so gut deutsch wie ich russisch. Atrotzdem wußte ich innerhalb von 30 Minuten, das er nun Bagger fuhr, für Gazprom arbeitete und wie seine Familie und sein Auto (natürlich ein Audi) aussah. Einem Laptop mit Fotos sei Dank.

Die Landschaft hatte sich derweil ein wenig geöffnet und die Bäume waren freieren Flächen gewichen.

Am Wegesrand

Am Wegesrand

In Barabinsk machte der Zug eine Pause von etwa einer halben Stunde. Alles stieg aus und vertrat sich ein wenig die Beine.

Pause in Barabinsk

Pause in Barabinsk

Unser Zuglok war während der Fahrt wieder elektrifizert.

Zuglok

Zuglok

Kurz nach 14:00 Uhr Moskauer Zeit, erreichten wir den Bahnhof von Novosibirsk. Kurz vorher hat es hier mächtig geregnet und die Straßen waren naß und die Wärme (24 Grad) sorgte für die entsprechende Luftfeuchtigkeit.

Die knappen 1,7 km zum Hostel sind wir zu Fuß gegangen. Und das Funkey Hostel war eine Überraschung- eine positive. Zunächst waren wir auf den Hof einer alten Textilfabrik gelaufen und die Gegend sah entsprechend aus. Aber das Hostel ist sauber, ruhig und angenehm gestaltet 😊

Dann wurde ein wenig ausgruht, geduscht und dann ging es nochmal kurz raus. Wir waren in Novosibirsk (dritt größte Stadt Russlands und größte Stadt Sibiriens) nicht um phantastische Sehenswürdigkeiten zu sehen (die gab es hier nämlich nicht), sondern um einen Eindruck von dieser Metropole zu bekommen. Mal sehen, was wir entdekcen würden…

Wir wollten nicht weit laufen und wie es der Zufall wollte, sprach Ursula besonders ein italienisches Restaurant an. Es mag den ein oder anderen wundern, wieso wir italenisch etc. russischen Restaurants scheinbar vorzogen, aber auch wenns wundern mag, die waren eher selten. (Dafür geniessen wir immer wieder zwischendurch leckere russische Teigtaschen) Das Restaurant hieß „Drovamuka“ und lag am „Roten“ Prospekt. Das Essen war super lecker!

Rote Prospekt

Rote Prospekt


Reisender in Restaurant

Reisender in Restaurant

Die Uhren in Novosibirsk zeigten Moskauer Zeit +4 Stunden, d.h. +5 Stunden zu unser Zeit daheim (ergo GMT+6).

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