Tag 030: Holy Stones (Mongolian Road Trip #1)

Nach einer ruhigen Nacht bin ich heute morgen früh aufgestanden. Ich hatte gut geschlafen und noch nicht einmal mitbekommen, wie jemand in das Bett über mir geklettert war.

Um 8:30 Uhr sollte es los gehen, also noch genug Zeit sich nach dem Frühstück die Beine zu vertreten.

Shopping Center

Shopping Center

Da mein Plan den Terelj National Park zu besuchen am Wetter gescheitert war, habe ich mich mit einem kanadischen Pärchen (Chloe & Craig) zusammen getan und wir waren auf dem Weg. Die Planung wies auf Grund der Kommunikation, aber wir hatten Wagen und Fahrer sowie Verpflegung für 9 Tage gemietet und grob eine Strecke besprochen. Der Rest würde sich ergeben.

Die Straße führte durch eine endlose, leichte Hügelsteppe auch denen des öfteren Pferde grasten. Es waren keine wilden Pferde, sondern welche deren Besitzer in den typen Zelten in der Nähe wohnten.

Pferde in der Steppe

Pferde in der Steppe

An anderer Stelle sah ich eine „Pferdehirten“, der sich via Motorrad um seine Tiere kümmerte. Unser Wagen war ein japanisches Fabrikat, das es nur mit Fahrer gab.

Unser Wagen mit Fahrer

Unser Wagen mit Fahrer

Am Wegesrand standen ab und zu Holzkonstruktionen, die über und über mit blauen Tüchern bedeckt waren. Jedes Tuch wurde von einem Autofahrer angebracht, bevor er zu einer längeren Fahrt aufbrach und sollten Glück bringen. Im Winter sollte die Strecke garnicht so ohne sein (die Straße war schlicht schlecht zu erkennen) und am Straßenrand lagen immer wieder Fahrzeuge, deren Fahrer kein Glück von seinem Tuch erhalten hatten.

Blau war die Farbe des Glücks

Blau war die Farbe des Glücks

Und so zog sich die Straße und wir fuhren bis gegen Mittag, dann war es Zeit für eine Mittagspause.

Straße

Straße

Den Fahrer begleitete (s)eine Frau, die für uns Spagetti mit Tomatensoße machte. Derweil wurden die Stoßdämpfer von unserem Fahrer ausgetauscht. Ein Unterschied war später allerdings kaum auszumachen.

Mittagspause

Mittagspause

Derweil war es extrem windig hier im Nichts und ein Stück abseits der Straße, so daß ich Pullover und Regenjacke bemühen mußte. Eine riesige Herde Ziegen zog vorbei und nahm dabei nur sehr begrenzt Kenntnis von uns.

Ziegen

Ziegen

Den Besucher in rot, der an sein Motorrad lehnte besuchten wir später in seinem Ger, einem traditionellen mongolischen Zelt- mit TV und Telefon.

Ger

Ger

Uns wurde vergorene Pferdemilch und Hartkäse aus Pferdemilch angeboten. Der Geschmack war gewöhnungsbedürftig und ich war mir sicher dieses Experiment noch zu bereuen. Die beiden Kanadier war da klüger und lehnten höflich ab.

Fermentierte Pferdemilch

Fermentierte Pferdemilch

Und auch wenn das Zelt am Sommerplatz stand, geheizt werden mußte es trotzdem. Und an den Geruch gewöhnte man sich sicherlich.

Heizung

Heizung

Kaum wieder losgefahren, kreuzte eine Herde Kamele die Straße.

Kamelherde

Kamelherde

Irgendwann verließen wir die befestigte Straße und es ging eine unbefestigte Piste weiter, die der Fahrer mit kaum reduzierte Geschwindigkeit entlang raste. An zwei Stellen quälte er das Fahrzeug sogar über Stellen, die ein paar Teilen des Fahrzeug bestimmt nicht gut getan haben. Vielleicht wechselte er vor jeder Tour diverse Teile aus?

Die Landschaft wurde langsam hügliger und gegen 15:00 Uhr waren wir an unserem Tagesziel, eine weitläufigen Tal mit heiligen Steinen.

Berge

Berge

Die Landschaft war, ohne zu übertreiben atemberaubend und der Blick ging teilweise Kilometer weit. An vielen Stellen befanden sich kleine und große Steinhaufen (manche mit Geldscheinen), die ihrem Erbauer eine Wunsch erfüllen sollten.

Stein auf Stein

Stein auf Stein

Die Ruine eines Kloster befand sich zwischen zwei Felsen und schützen einst den Zugang zu dem dahin liegenden, schattigen Tal.

Klosterruine

Klosterruine

Hinter dem dem kleinen Tag befanden sich wieder eine ganze Reihe von Steinhaufen, einer der größten sogar mit Bändern. Dies war (ist vielleicht noch) ein heiliger Ort für viele Mongolen.

Sternhaufen mit Bändern

Sternhaufen mit Bändern 


Ein heiliger Ort

Ein heiliger Ort

Die Nacht verbrachten wir auf einem mongolischen Campingplatz, zu mindestens war das die beste Beschreibung die mir einfiel. Wenigstens waren hier einige traditionellen Zelte aufgestellt, in denen sich Betten befanden. Außerdem gab es Duschen, Toiletten und einen Restaurant. Und alles irgendwo im Nichts. Genannt wurde es nicht Camping, sondern „Tent camp“, aber das änderte den Eindruck nicht. Das Camp lag knapp 200 km Luftlinie südwestlich von UB auf knapp 1.530 m Höhe.

Camping

Camping


Lage

Lage

Unser Ger hatte vier Betten, einen Ofen (ohne Kamelmist) und einem kleinen Tisch nebst Stühlen.

Ger von innen

Ger von innen

Die Frau, die vielleicht die Frau des Fahrers war, bereitete auch das Abendessen zu. Der Tag klang ruhig bei einem gemeinschaftlichen Bier aus und wir ging früh schlafen. Ich war gespannt, was morgen kommen würde!

Der Sternenhimmel nachts was unglaublich. Diese Klarheit, diese Helligkeit. Wahnsinn! So etwas hatte ich das letzte mal in Australien bewundern können. Über 10 Minuten verrenkte ich mir den Hals beim Betrachten dieser Schönheit.

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