Tag 029: Heimreise und Ankunft in Nidderau

Heute haben sich zum ersten Mal während einer Reise die Wege von Thorsten und mir für längere Zeit getrennt. Da er seinen Urlaub etwas flexibler gestalten kann, flog er noch für 10 Tage in die Mongolei, während ich mich schweren Herzens auf die Heimreise machte und zum ersten Mal während der gesamten Reise bedauert habe , dass ich kein Handy dabei hatte. Wieso? Dazu später.

Wir Thorsten bereits geschrieben hat, mussten wir uns aufgrund der unterschiedlichen Flugzeiten recht früh voneinander trennen, da mein Flug nach Moskau (Direktflug nach Frankfurt gab es leider nicht bereits um 08:25 Uhr Vladivostoker Zeit gehen sollte. Flug SU1701 von VVO nach SVO ging allerdings erst mit 15 minütiger Verspätung  in die Luft. Der Flug war ziemlich ruhig und das Unterhaltungsprogramm ziemlich vielfältig.  Aus rein nostalgischen Gründen und weil ich in der Transsib, das Buch zum gefühlt tausendsten Mal nochmal gelesen habe, habe ich mir zuerst den Filmklassiker „In 80 Tagen um die Welt“ mit David Niven angesehen. Kitschig aber mir gefiel es. Anschließend  „Fantastic Beasts and where to find them“ (Eine J. K. Rowling Story) Den Film fand ich sehr unterhaltsam und zum Schluss hab ich mir „La La Land“ angeschaut und ich frag mich ernsthaft wieso dieser Film so viele Oskars bekommen hat. Zum Gähnen.

Um 10:00 Uhr Moskauer Zeit landete der Flieger auf dem Flughafen Moskau-Scheremetjewo. Da mein Gepäck nicht durch geroutet werden konnte, hieß es erst einmal auf zur Gepäckausgabe, Rucksack schultern, für den zweiten Flug einchecken und das Ding wieder los werden. Dies dauerte schlappe 1,5 Stunden. Durch die Passkontrolle (auch hier wollte keiner die Registrierungsnachweise sehen) und  das Security-Fummeln, war ich innerhalb von 5 Minuten durch. Da mein Anschlussflug erst um 15:25 Uhr ging, hatte ich noch jede Menge Zeit den riesigen Flughafen ein wenig zu erkunden und mir im Duty Free Shop etwas Gutes zu tun 🙂

Um 14:55 Uhr war es dann soweit und Flug SU2302 war klar zum boarden. Ich war glücklich einen guten Platz (9C) am Gang bekommen zu haben, als der Boardingautomat plötzlich ein ganz hässliches Geräusch machte und anzeigte, dass meine Boardingkarte nicht gültig sei. (schluck) Der Herr, der den Automaten bediente, meinte nur ganz lapidar „Replacing“, gab mir einen anderen Boarding-Pass, auf dem Plötzlich Platz 5A stand. Naja, dachte ich Fensterplatz, geht ja auch noch. Als ich dann das Flugzeug betrat musste ich zweimal hinschauen und kurz schlucken, da Platz 5A mitten in der Business-Klasse lag.  Jackpot! Kaum saß ich in dem bequemen und angenehm breiten Ledersitz , wurden mir bereits ein kleines Reiseetui mit allerlei Cremes und Pröbchen, ein Glas Sekt und die Menü-und Weinkarte in die Hand gedrückt. Das war dann der Moment in dem ich mein Handy vermisst habe. 😦 Die lukullischen Genüsse, die dann die nächsten 2 Stunden folgten möchte ich gar nicht weiter beschreiben, nur soviel sei gesagt, es hat mega gut geschmeckt, war als Essen ebenfalls auch zu erkennen und die Tatsache das der Stewart einen noch eine Tischdecke drunter legt und man mit richtigem Besteck, von richtigen Tellern isst, sind unbezahlbar. (Die Bose Kopfhörer, die man bekommt, damit man sich einen Film auf dem Tablett anschauen kann. auch 🙂 ) So gingen die 2:45 Stunden bis zur Landung schnell rum. Ich danke dem Reisebuddha und Aeroflott herzlich für dieses unerwartete Geschenk.

Gegen 19:45Uhr war ich schließlich zu Hause. Und was soll ich sagen meine 3 Fellknäule haben meine Ankunft zwar zur Kenntnis genommen, waren mir aber nicht gerade gnädig gestimmt.

 

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Tag 102: Grenzenlose Freiheit über den MacDonnell Ranges

Es war schon immer ein Traum von mir einmal im Leben mit einem Heißluftballon zu fliegen. Heute ging dieser Traum in Erfüllung. Ich hatte bereits während unserer Planungsphase in Deutschland gesehen, daß es hier eine entsprechende Möglichkeit gab, da wir aber nicht wußten wann wir in Alice Springs sein würden, nichts gebucht. Ein kurzer Anruf am gestrigen Tag bei Outback Ballooning Australia und schon konnten wir heute morgen loslegen.

Um 05:05 Uhr wurden wir abgeholt und mit 7 anderen Personen ging es erst einmal zum örtlichen Flughafen. Hier wurde ein kleiner Testballon, in dem ein kleines Rotes LED Licht steckte, in die Höhe entlassen, um die Windrichtung zu testen. Anscheinend zog der Wind in östliche Richtung, so dass wir nach 20 minütiger Fahrt durch das Outback an unserem Startpunkt ankamen.

Noch im Rohzustand

Noch im Rohzustand

Nun musste nur noch der Ballon gefüllt werden. Damit dies schneller ging, wurde ein riesiger (und ziemlich lauter) Ventilator aufgestellt. 

Es nimmt Form an

Es nimmt Form an

Mit dessen Hilfe war der Ballon innerhalb von 15 Minuten gefüllt und wir durften endlich einsteigen. Der Korb war in 5 Abschnitte unterteilt – in der Mitte Platz für den Ballonpilot (in diesem Fall Sean) und jeweils links und rechts je Abschnitte, in denen jeweils 3 Personen Platz gehabt hätten. Ein kurzer Sprung in den Korb und schon ging es um 6:30 Uhr los.

Glückliche Ballonfahrer

Glückliche Ballonfahrer

Langsam stiegen wir immer höher, bis wir unsere endgültige Flughöhe von ca. 500 m erreicht hatten. Dabei waren die Bewegungen leicht und sanft, als würde man schweben. lediglich der Brenner war teilweise ein wenig laut, was aber durch die tolle Aussicht gar nicht so auffiel.

Mit der Sonne aufgestiegen

Mit der Sonne aufgestiegen

Durch unseren Piloten wurden wir noch mit allerhand Wissenswertem über den Ballon, als auch über die Umgebung gefüttert. So erklärte er uns zum Beispiel, dass bei jedem Aufstieg, 3 Flaschen Butangas (ca. 900 A$) benötigt werden, sowie die ankamen der einzelnen Berge der MacDonnell Ranges. Kängurus haben wir an diesem Morgen leider keine gesehen, aber Spaß hat es uns definitiv gemacht.

Spaß pur

Spaß pur

Nach einer Stunde war es leider schon wieder vorbeizend und wir setzten zur Landung an. Dazu mussten wir uns in den Korb und an den Rand des selbrigen knien und uns an den innen angebrachten Haltegriffen gut festhalten, da wohl schon einige Landungen aufgrund von Windböen und niedrigen Büschen recht holprig waren. Unsere war es jedoch nicht. Nach 2 kleinen Hopsern standen wir perfekt auf dem Boden und mussten leider wieder aussteigen.

Nun mußte nur noch der Korb auf den Anhänger gehievt und der Ballon, der im übrigen 220 kg wog, zusammengerollt und in einen Sack gepackt werden.

Handlich verpackt

Handlich verpackt

Mit vereinten Kräften war dies schnell geschafft, so dass wir zum zweiten Teil des Spaßes übergehen konnten, dem Champagner Frühstück mit echtem australischem Champagner (lecker, lecker, lecker). Bei Karottenkuchen und Schampus wurde uns dann noch ein Zertifikat überreicht, was uns als waschechte Ballonfahrer auswies. 

Alles in allem also ein absolut geiler Start in den Tag und definitiv wiederholungsbedürftig. 

Tag 090: Schwarzarbeit oder was?

Wie Thorsten bereits geschrieben hat, habe ich mich für die „Gili Cooking Class“ eingeschrieben. Um 11:30 Uhr ging es los und es versprach ein vergnüglicher Vormittag zu werden. Ich hatte Glück und war die einzige Teilnehmerin und mein Lehrer Hatin, ein lustiger Bursche, der eigentlich lieber Sänger geworden wäre, bis er (aufgrund vieler Buh-Rufe) merkte, daß er gar nicht singen kann 🙂

Hatin & Ursula - Dreamteam

Hatin & Ursula – Dreamteam

Das von mir zu kochende Drei-Gänge-Menü sollte aus folgenden Einzelteilen bestehen:

  • Tofu-Sticks mit Erdnußsoße
  • Mie Goreng
  • Bananen in Palmzuckersoße

Mit dem Nachtisch ging es los und so schnippelte ich unter viel Gelächter und mit viel Spaß die Bananen, rührte den heißen Palmzuckerbrei durch und hatte relativ schnell meinen ersten selbstgemachten indonesische Nachtisch zubereitet. 

Indonesischer Nachtisch a la Ursula

Indonesischer Nachtisch a la Ursula

Plötzlich standen vier verschwiegene, indonesische Herren in der Küche und machten ohne etwas zu sagen ein Foto von mir und verlangten dann nach meinem Pass. Sowohl Hatin als auch ich schauten etwas erschrocken drein, zumal die vier eigentlich wie normale Touristen aussahen. Auf meine Frage, wieso ich Ihnen meinen Pass zeigen sollte, antwortete einer, sie wären von der Einwanderungsbehörde. Aufgrund der Aufmachung der Herren, wollte ich dann erstmal deren Ausweis sehen, der mir auch prompt vor die Nase gehalten wurde.

Wie es nun einmal so ist, hatte ich den Pass natürlich sicher im Hotelsafe hinterlassen und selbst meine mehrmaligen Erklärungen, ich hätte diesen im Hotel gelassen, weil ich die Kochklasse besuchen wollte (es stand schließlich groß von außen am Fenster), halfen nichts, ich mußte ins Hotel und meinen Paß holen. Und siehe da, als wir zurück an der Kochschule waren, waren die vier Herren verschwunden. Wie Hatin mir erklärte, waren die Herren auf der Suche nach Touristen, die illegal auf der Insel arbeiten würden, etwas, das in letzter Zeit wohl häufiger vorkommt. Er konnte Ihnen wohl glaubhaft versichern, dass es sich wirklich um eine Kochklasse handelte (wie bereits erwähnt: es steht groß vorne dran), worauf die Herrschaften, noch vor meiner Rückkehr abgezogen sind. Nach der ganzen Aufregung konnte dann endlich weiter gekocht werden. Als Nächstes waren die Tofusticks mit der Erdnußsoße und anschließend das Mie Goreng dran.

Erdnußsoße - Step one

Erdnußsoße – Step one

Nach zwei Stunden hatte ich das Menu fertig und Thorsten kam „rein zufällig“ gerade pünktlich, um es mit mir zusammen zu genießen. Ich kann den Kurs nur empfehlen, er hat echt Spaß gemacht.

Tag 023: Ha Long Bay

Unser Tag auf der Ha Long Bay (im übrigen Unesco Weltkulturerbe), fing zwar etwas holprig an, aber als wir dann endlich auf unserem, ja unserem eigenen 🙂 Boot waren, wurde es ein recht cooler Tag. Die Ha Long Bay besteht aus vielen kleineren und größeren Felsformationen und Höhlen. Die meisten bestehen aus Kalksandstein. Auf unsere vierstündigen Tour haben wir zwar nur einen kleinen Teil der Bucht gesehen, dafür aber genau das was uns interessierte. Leider war das Wetter nur etwas diesig.

Ha Long Bay

Ha Long Bay

Vom Hafen aus führte uns unsere Fahrt erst einmal zur Thien Cung Grotte, die aus zahlreichen Stalagtiten und Stalagmiten besteht. Ein wenig hat uns die Grotte an eine Instanz aus World of Warcraft erinnert: Maurodon. Der Grund liegt darin das die Grotte sehr intensiv mit Strahlern in den verschiedenen Farben ausgeleuchtet wird. Das Ganze wirkt an manchen Stellen etwas psychedelisch. 

Psychedelische Grotte

Psychedelische Grotte

Über ca. 100 Stufen ging es weiter nach oben in den Fels hinein zur Dau Go Höhle, eine große zum Großteil natürlich entstandene Höhle mit wunderschönen Felsformationen. Einfach nur schön.

Zurück auf dem Schiff, ging es vorbei an einer Felsformationen die das Aussehen eines Hundes hat, zu einem kleinen schwimmenden Fischerdorf. Die Leute leben hier, inklusive Hund und Katze auf dem Wasser. Wir konnten uns dort praktisch fangfrisch unser Abendessen aussuchen. Ein paar Meter weiter ging es zu einem kleinen Bootsanleger. hier konnten wir entweder per Kayak oder per Ruderboot zu zwei abgelegenen Buchten fahren. Da Thorsten und ich nicht besonders koordiniert vorgehen, wenns es ums paddeln geht, haben wir uns für das bemannte Ruderboot entschieden und konnten so die Fahrt genießen.

Letzte Station unseres Trips waren die „Kissing Cocks“, eine Felsformationen, die auf nahezu jeder Postkarte der  Gegend zu sehen ist.

Kissing Cocks

Kissing Cocks

 Gegen 16:30 Uhr waren wir sicher wieder im Hafen und hatten rundherum viel Spaß.

Tag 007: CatCam

Für alle die unsere CatCam mal in Aktion sehen möchten.

Fetter Kater

Fetter Kater „Vinci“ in Action

Die Kamera ist bewegungsgesteuert und schickt Emails an uns mit solchen künstlerischen Bildern.

Tag 006: Glück im Unglück und aufregende Ereignisse

Heute Morgen habe ich meinem Spitznamen „Trümmerchen“ wieder einmal alle Ehre gemacht. Ich wollte eigentlich nur meine Sonnenbrille einmal vom ganzen Smog reinigen. Allerdings ist es mir dabei gelungen diese zu zerstören, weil durch meine Bemühungen die Beschichtung abgegangen ist. Hmpf, schöner Mist.

Ohne wirkliche Hoffnung auf Ersatz, sind wir also um die Ecke vom Hotel zu einem Optiker. Und siehe da er hat für 1.000 Bhat (ca.23 Euro), das Unmögliche möglich gemacht und mir innerhalb von 5 Stunden 2 neue Gläser angefertigt.  Qualitativ kann ich keinerlei Unterschied feststellen. Sie passen perfekt in die Fassung und die Seestärke stimmt auch. Himmel (oder Buddha) sei Dank.

So hatte ich wenigstens eine klare Sicht, als wir versucht haben mitten durch die Protestierende/ Festival Besucher zum Bahnhof zu kommen. 🙂

Tag 004: Geocaching (Update)

Last but Not least haben wir auch noch einen Cache zum „traden“ gefunden. Wir haben den Travelbug „Anna“ (Code: 0A4CKQ) ausgesetzt. Bon voyage!


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