Archive for the 'SOA, AU & NZ' Category

Tag 177: Und nun? Wie geht es weiter?

Wir werden zwei Wochen in Deutschland bleiben um einige wichtige Dinge erledigen, die keinen Aufschub dulden. Wir werden uns in dieser Zeit mit Freunden und Familie treffen.

In der Zeit werde ich „Monster“, unseren umgebauten Land Rover Defender, durchchecken und Reise fertig machen.

Dann geht es wieder los, und wir werden weiterhin bloggen wie die vorherigen 176 Tagen.

Bis dahin: genießt das Leben!

Ursula & Thorsten

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Tag 177: Ein halbes Jahr reisen- Eine kleine Bilanz

Unsere Reise ist nun zu Ende und wir sind gut behalten daheim angekommen. Zeit also für ein abschließendes Fazit.

Wir waren 176 unterwegs und weit weg von unserem Zuhause. Die maximale Entfernung betrug 18.621 km mit einer Zeitverschiebung von 10 Stunden.

Wir haben uns per Flugzeug, (Privat-)Boot, Fähre, Bus, Zug, Heißluftballon, Auto, Campervan, Moped, Fahrrad und zu Fuß fortbewegt. Nur letzteres hat kleine Unfälle und blaue Flecken nach sich gezogen.

Wir sind 15.294 km auf der falschen Straßenseite, also links gefahren, ohne nennenswerte Zwischenfälle. Auch hat uns keine Panne aufgehalten.

Wir sind über 500 km zu Fuß gelaufen. Oft ohne oder nur mit kleinem Gepäck, oftmals aber auch mit unseren schweren Rucksäcken.

Wir haben insgesamt über 50.000 km zurückgelegt. Die Fahrt- und Flugzeit haben wir nicht aufaddiert, aber es waren Tage.

Wir sind in 16 Flugzeuge gestiegen und zum Glück wohl behalten auch wieder ausgestiegen. Unser Gepäck landete immer mit uns am gleichen Ort. Leider haben wir durch eine Umbuchung einmal unser Flugzeug verpaßt 😦

Wir haben in über 70 verschiedenen Unterkünften und Campingplätzen geschlafen. Nur zwei- bis dreimal haben wir dabei einen richtigen Reinfall erlebt. Unsere Unterkünfte waren Hostels/ Backpackers mal ein Hotel aber auch oftmals unser CamperVan oder das Dachzelt auf unserem Wagen.

Wir haben unterwegs etwas über 10.000 Photos geschossen und um die 70 Videos gedreht.

Wir waren in 10 Ländern und hatten es mit ebensovielen unterschiedlichen Währungen zu tun. Die paar Stunden in den USA und UK zählen wir mal nicht. In den letzten Tagen wurden wir häufig gefragt, welches Land uns am Besten gefallen hat. Wir haben festgestellt, daß wir die Frage nicht eindeutig beantworten können. Die von uns bereisten Länder waren sehr unterschiedlich und hatten alle ihre Highlights. Wir wissen, dass wir einige noch einmal bereisen wollen, bei anderen haben wir das Gefühl soweit erst einmal alles gesehen zu haben. Wir werden sehen…

Wir waren so gut wie nie krank und nur einmal hat mich eine Erkältung für einen Tag lahm gelegt.

Wir waren in keiner wirklich gefährlichen Situation, wurden nie bedroht oder ausgeraubt (oder schlimmer).

Wir wurden nie bestohlen, aber ein paar Mal hat man versucht uns zu betrügen. Es ist beim Versuch geblieben.

Die meisten Menschen begegneten uns freundlich. Waren sie nicht freundlich, so zumindestens neutral. Unfreundlich oder ablehnend waren die wenigsten.

Den größten Teil unserer Ausrüstung hatten wir wohl klug und weise gewählt. Das meiste haben wir verwendet und nur wenig vermißt. Trotzdem werden wir beim nächsten Mal wohl noch weniger mitnehmen.

Unsere CatCam hat bis auf einen Tag (an dem wegen eines Lichtreflexes hunderte von Emails kamen), perfekt funktioniert und hat uns ca. 20.000 Aufnahmen von Vinci und Lady geschickt.

In den vergangenen 176 Tagen waren wir mit Ausnahme einer Handvoll Tagen fast rund um die Uhr zusammen. Nicht immer ganz einfach, aber wir sind mit der Situation (zusammen) gewachsen.

Wir haben sehr viel gesehen und viele Erfahrungen gemacht. Darunter war viel schönes, aber auch einiges sehr erschütterndes. Dabei haben wir festgestellt, das wir manchmal überraschend unbeeindruckt waren. Je mehr wir gesehen, je mehr wir erlebt hatten, desto stärker wurde dieser Effekt. Es ist viel mehr eine Mischung aus Übersättigung, ein wenig Reisemüdigkeit aber auch eine erkennede Ernüchterung was vielen Dingen zu Grunde liegt. Wir sehen dadurch einige Dinge in anderem Licht. Ohne dabei ignorant oder gar blind zu sein. Nur sieht man Dinge klarer und aus anderem Blickwinkel. So ein Blick über den berühmten Tellerrand hilft offensichtlich ganz ungemein. 

Darüberhinaus hat sich mehr als einmal bestätigt, daß so einen lange Reise bei weitem kein Urlaub ist (nur manchmal :-)). Zu einem gewissen Grad ist es „Arbeit“ und zu einem Teil auch Alltag- und oftmals richtig anstrengend. Es gab sogar einige Tage an denen wir uns gefragt haben „Warum machen wir das?“. Aber am Ende kamen wir immer zu dem Schluß, daß es richtig war und unsere Entscheidung gut.

Abschließend sind wir glücklich und ein wenig Stolz den Schritt gewagt zu haben und unsere Jobs für einige Zeit auf Eis gelegt zu haben um diese Reise (und die kommende mit „Monster“) zu unternehmen.

Eins steht für uns fest: dies war nicht unsere letzte Rucksackreise. Die Welt ist so verdammt groß. Südamerika z.B. lockt uns ganz ungemein…

Tag 176: Rückreise II- Wir sind dann wieder da!

Nach 10 Stunden Flug hatten wir um kurz vor 13:00 Uhr Ortszeit Los Angeles erreicht. Wir waren nun wieder auf der nördliche Hemisphäre und würden es auch bleiben. Dank Schlaf in einer für das Rückrad bestimmt kritischen Haltung und einem Flugzeug typischen Frühstücks waren wir halbwegs fit für die nächste Etappe.

Zunächst hieß es anstellen und warten bis wir die Immigrationen (TSA) passierten konnten. Für die Amerikaner eine tolle Möglichkeit alle Fingerabdrücke zu nehmen und Fotos zu machen. Und der (Transit-)Reisende zahlt auch noch für diese Sammelwut.

Um 15:00 Uhr waren wir dann durch alle Hürde durch und warten auf Flug NZ2, (Boeing 777-300ER) der uns nach London Heathrow brachte. Der Start war 16:45 Uhr Ortszeit. Auf dem Flug habe ich mir den Herr der Ringe angeschaut. Die Wahl erschien mir irgendwie passend, schließlich hatte ich viele der Drehorte in Neuseeland vor Ort gesehen- allen vorne weg Hobbingen.

Nach zirka 10,5 Stunden, um 11:15 Uhr Ortszeit, waren wir schließlich endlich in London. So langsam waren wir ziemlich erschöpft und recht fertig.

Um 14:00 Uhr startete Lufthansa Flug LH907 (Airbus 320-200), der mit uns um 16:15 Uhr in Frankfurt landete. Die Flugzeit war läppische 60 Minuten, aber es fühlte sich nach einer Ewigkeit an.

Um 16:30 Uhr waren wir endlich durch den Zoll und wurden wie versprochen abgeholt. Und das sogar mit selbst gebasteltem Schild (@Jakob, Anna, Klara, Johannes: Danke!)

Wir sind wieder da!

Wir sind wieder da!

Unsere Rückreise hatte ab dem Flughafen von Nadi über 30 Stunden gedauert.

Wir waren gesund und wohl behalten wieder daheim- das war doch zur Abwechslung doch auch mal was!

Tag 175: Rückreise I

Es hat die ganze Nacht geregnet und gestürmt. Der Regen auf den Fijis war entweder nur ein leichter Nieselregen oder es goss wie aus Eimern.

Gegen Morgen hörte der Regen auf und wir brachen gegen 8:45 Uhr auf. Unser erstes Ziel war Denarau, der Seehafen der ein paar Kilometer entfernt von Nadi lag. Dort waren die Fijis der Reichen und Schönen.

Eine richtige Yacht braucht einen Heli-Port

Eine richtige Yacht braucht einen Heli-Port

Wir waren hier um im Hard Rock Café ein entsprechendes T-Shirt zu kaufen und Ursula hat sich mit einem Burger als Mittagessen für gestern Abend revanchiert.

Anschließend sind wir noch ein Stück weiter nach Lautoka gefahren. In dieser Stadt war einer der beiden Containerhäfem von „Viti Levu“ (der andere war Suva).

Lautoka

Lautoka

Dann sind wir zurück nach Nadi gefahren und haben unseren Mietwagen abgegeben. Insgesamt sind wir 601 Kilometer mit dem kleinen Toyota gefahren. Um 17:15 Uhr waren wir am Flughafen Nadi.

Queens Road nahe Nadi

Queens Road nahe Nadi

Um 17:20 Uhr haben wir erfahren, das wir für die USA ein Visum benötigen obwohl wir nur drei Stunden Aufenthalt in Los Angeles hatten und somit nur im Transit waren. Wir wollten überhaupt nicht in die USA. Air New Zealand hatte dieses kleine Detail trotz frühzeitiger Nachfrage für unwichtig gehalten und nicht darauf hingewiesen. Hätten wir mal selbst im Internet nachgeschaut, aber wir hielten Visumpflicht für einen Transit für schlicht unsinnig.

Wieder eine halbe Stunde und 28 USD später hatten wir online Visa erhalten und wurden eingecheckt. Ich hoffte alle Häkchen richtig gesetzt zu haben… Es war also so weiter alles wieder okay. Nur leider auch verdammt ärgerlich. In Indonesien hatten wir uns über Flughafenbenutzungsgebühren geärgert, hier war es kaum anders. Ein Visum für den Transit 😦

Dann mußten wir wieder warten. Das war für die nächste Zeit unsere Hauptbeschäftigung. Um 21:40 Uhr dann startete Flug NZ 4010 (Airbus 330-200) Richtung Los Angeles. Es ging also Richtung Osten über die internationale Datumsgrenze- für mich eine Premiere. Ich war hundemüde und hoffte im Flieger zügig schlafen zu können. In der Abflughalle wurde zum Abschied, genau wie bei der Ankunft, lautstark und engagiert musiziert.

Tag 174: Der letzte Tag

Heute war unser letzter „richtiger“ Tag auf den Fijis und der letzte Tag unserer ganzen Reise. Der Rest war nur noch Rückflug.

Das Wetter hat auch heute mitgespielt und es war ein wunderbarer Tag auf dieser Tropeninsel- „Viti levu“ zeigte sich noch einmal von ihrer besten Seite.

Wir waren ein wenig Kanufahren in der Bucht, haben unseren Toyota von den schlimmsten Schlammspuren befreit und sind ansonsten unseren Gedanken nachgehangen. Schon komisch. So in etwa wie der letzte Tag vor der Reise. So unwirklich. Hieß es wirklich morgen Abend nach Hause fliegen? Warum nicht bleiben oder ein anderes Ziel buchen. Wir haben das diskutiert und sind übereinkommen das ein paar Tage in den eigenen vier Wänden doch auch ganz gut sind 🙂

Strandblume

Strandblume


Der letzte Sonnenuntergang

Der letzte Sonnenuntergang

Zum Abschied habe ich Ursula mit einem romantischen Dinner am Strand überrascht. Schließlich haben wir Weihnachten ja schon vor einem Supermarkt Fastfood gegessen- damals in Bangkok!

Dinner am Strand

Dinner am Strand

Danach war alles nur noch Rückweg, der am nächsten Morgen begann und verdammt lang war.

Tag 173: Tauchen mit Haien

Während Ursula heute die Ruhe am Strand genossen hat, bin ich früh aufgestanden und zum Tauchen aufgebrochen. SPAD bot zwei Tauchgänge am „Bistro“ mit Haifütterung an. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen.

Und ich muss sagen, es war beeindruckend. Es gab hunderte, vielleicht sogar tausende bunter Fische zu sehen. Dazwischen mindestens ein Dutzend Haie unterschiedlicher Größe. Besonders auffällig waren die Bullenhaie („Bull Sharks“), die wirkten als würden sie grinsen wenn sie auf uns zuschwammen. Zwischen drin in der Menge waren Barrakudas und drei riesige Muränen. Phantastisch!

(Fotos kommen, wenn ich diese erhalten habe)

Zum Glück interessierten sich die Tiere für die verfütterten Fischköpfe und nicht für uns, auch wenn sie teilweise nur eine Armlänge an uns vorbei durch das Wasser geglitten sind.

Ein bisschen Schwermut hatte uns später am Abend gepackt. In 48 Stunden stand unser Rückflug an. Uns wurde nun endgültig bewusst, daß eine spannende Zeit zu Ende ging.

Tag 172: Müßiggang

Heute war mal wieder fauler Müßiggang auf dem Programm. Ich war mittlerweile so entspannt, das es anfing unerträglich zu werden 🙂

Mangels spannender Ereignisse, daher ein Photo „unserer“ Bucht.

Mango Bay

Mango Bay

Und ein Photo, das meine Aussicht aus der Hängeschaukel entspricht, in der ich lange gesessen habe.

Fiji Himmel

Fiji Himmel

Das Photo zeigt gleichzeitig wie das heutige Wetter war 🙂


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