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Tag 035: Fahrt gen Norden (Mongolian Road Trip #6)

Der heutige Tag war vergleichsweise langweilig. Da wir uns so weit von UB entfernt hatten, mußten wir heute einen Tag reinen Fahrens einlegen. Der Fahrer weigerte sich nachts zu fahren, das hatte er schon ganz am Anfang gesagt. Das Fahren im Dunkeln, wenn jeden Moment eine Tierherde auftauchen konnte, war ziemlich gefährlich.

So starten wir um 8:30 Uhr, verließen die Wüste Gobi und fuhren ab Mittag wieder durch eine grüne Hügellandschaft. Der gesamte Weg führte über staubige Pisten. Das einzige Mal das wir heute eine befestigte Straße sahen, war als wir diese kreuzten.

Landschaft

Landschaft


Steinhaufen

Steinhaufen


Knochenschädel

Knochenschädel

Das es auch kein Camp gab als wir eines benötigten, wurde wieder gezeltet.

Zelt

Zelt

Kaum wurden die Zelt aufgebaut, schaute eine Schäfer vorbei für einen kleinen Plausch mit Fahrer und Guide.

Schäfer

Schäfer

Der Schäfer war auf dem Weg eine Herde zu holen oder irgendwo anders hinzutreiben.

Schäfer mit Herde

Schäfer mit Herde

Die Landschaft war grün und es herrschte eine unglaubliche Ruhe hier. Wir aßen zu Abend, saßen noch gesellig zusammen und gingen dann schlafen. 

Das Camp lag 322 Kilometer südwestlich von UB und lag auf 1.702 Meter Höhe.

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Tag 034: Ziegenschlachtung und Bayanzag (Mongolian Road Trip #5)

Die Nacht war ruhig und entspannend, auch wenn mein Bett im Ger schlicht ein Brett mit Stoffbezug war. Gegen 6:30 Uhr bin ich aufgestanden um die Ruhe und die Landschaft zu genießen.

Während der Nacht sind die Kamele verschwunden und eine Herde Ziegen hat Einzug in das Camp gehalten.

Ziegen, Ziegen, Ziegen

Ziegen, Ziegen, Ziegen

Ein kleiner, schwarzer Bock war extrem an einem der Motorräder interessiert.

Easy Rider

Easy Rider

Für eine der Ziegen hatte heute jedoch das letzte Stündlein geschlagen. Sie wurde auf den Rücken gedreht, ein kleiner Schnitt auf Höhe des Bauches und einer der Mongolen griff in das Tier. Zwei Minuten später war es tot- ohne einen einzigen Tropfen Blut zu vergießen. Das Tier schrie noch nicht einmal.

Schlachtung

Schlachtung

Unverzüglich begann der Mongole das Tier auszunehmen und in einzelne Teile zu schneiden. Auch das lief schnell und routiniert ab. Kaum eine Stunde später war alles fertig.

Frische Ziege

Frische Ziege

Selbst dem Kopf wurden die Hörner abgesägt- wozu so ein alter Fuchsschwanz alles gut war.

Dann brachen wir nach unserem Frühstück Richtung unseres Tagesziel auf. Unterwegs hielten wir in einem kleinen Dorf um Lebensmittels und Benzin zu kaufen. Den Name habe ich leider nicht in Erfahrung bringen können. es gab an einem Marktplatz drei kleine Läden.

Lebensmittelmarkt

Lebensmittelmarkt

Das Innere erinnerte an einen Tante-Emma-Laden und hatte nicht nur Lebensmittel, sondern auch allerlei anderes des täglichen Bedarfs.

Tante-Emma-Laden

Tante-Emma-Laden

Es gab eine Reihe von Gebäuden und sogar einen buddhistischen Tempel.

Buddhistischer Tempel

Buddhistischer Tempel

Und wir sahen, wie mongolische Müllentsorgung in der Wüste funktionierte: alles rein was weg sollte und Feuer an.

Müllentsorgung

Müllentsorgung

Da wir unser Tagesziel erst gegen Abend aufsuchen konnte, wählten wir vorher eine Camp für die Nacht aus. Auch wenn Guide und Fahrer uns ein anderes vorschlagen nahmen wir dies, das es hier warme Duschen gab (die Damen hatten darauf bestanden). Dieses Camp sei „not so good“. Warum konnten wir jedoch nicht herausfinden. Vermutlich gab es hier keine Provision.

Unser Ger war auch nicht schlechter als das von letzter Nacht, die Duschen wirklich warm bis heiß und es hatte sogar elektrischen Strom.

Dusche

Dusche

Das Restaurant mit elektrischem Strom war in Form einer riesigen Schildkröte gebaut worden; ein Tier das es hier nicht gab.

Restaurant

Restaurant 

Eine Art „Private room“ war in ähnlichem Stil als Elefant (gab es hier auch nicht) gebaut.

Nachmittags haben wir uns zu einer Wüstenwanderung zu Bayanzag („Flaming Rocks“) aufgemacht. Die Sonne war heiß, aber schon weit über ihren Zeniten hinaus, so das die Wanderung über 10 km recht angenehm war.

Bayanzag

Bayanzag

Auf den Weg dorthin gab es allerlei zu sehen, die Landschaft war sehr schön.

Felsen

Felsen

Diesmal machte ich den Aufstieg auch mit und nach schweistreibenen 20 Minuten waren wir oben.

Aussicht

Aussicht

Auf dem Rückweg sind war an die Ufer eines fast ausgetrockneten See vorbei gekommen.

Wüstensee

Wüstensee

In der Nähe wurden 1922 das erste Mal überhaupt Eier von Dinosaurier gefunden- damals eine Sensation, zu sehen war aktuell nichts mehr. Nur dürre Büsche waren zu sehen.

Busch

Busch

Der waren mit Löcher übersäht und bald fanden wir auch schon die Bewohner, die allerdings nicht sehr fotogen waren.

Wüstenmaus

Wüstenmaus


Krüppelbusch

Krüppelbusch

Wieder am Camo aßen wir zu Abend uns ließen uns erneut zu Bayanzag fahren, zwecks Sonnenuntergang. Hier erlebten wir ein phantastisches Naturschauspiel.

Flaming Rocks

Flaming Rocks


Flaming Rocks Panorama

Flaming Rocks Panoram


Flaming Rocks

Flaming Rocks

Zurück beim Camp ließen wir den Abend bei einem Bier ausklingen. Ein kleines mongolisches Mädchen hielt uns damit mächtig in Trab.

Der Abend

Der Abend

Das Camp lag 481 Kilometer südwestlich von UB und lag auf 1.067 Meter Höhe. Ja, wir waren schon auf unserem Rückweg.

Tag 033: Nachts in der Wüste Gobi

Im Teamwork hat unsere kleine Gruppe folgende Aufnahme des nächtlichen Himmels gemacht. Im Vordergrund stand ein Ger, dahinter war unser Milchstraße zu erkennen.

Ger unter Milchstraße

Ger unter Milchstraße

 Beteidigt waren, neben der offensichtlichen Kamera, eine klappriger Stuhl, eine Taschenlampe und ein paar Steinchen.

Tag 033: Khongoryn Els und Kamelreiten (Mongolian Road Trip #4)

Der heutige Morgen begann wieder sehr windig und ein wenig verhangen. Die Kamele hatten auch zu früher Stunde keine wirkliches Interesse an mir.

Desinterssiertes Kamel

Desinteressiertes Kamel

Wir standen auf, frühstückten und brachen gegen 9:00 Uhr auf. Unser erstes Zwischenziel war die Stadt Dalanzadgad. Dort wurden frische Lebensmittel gekauft. Leider gab es kein frisches Kamelfleisch. Die Stadt selbst war nichts besonderes.

Dalanzadgad

Dalanzadgad

Unser Ziel, der Yol Canyon, lag im Gurvan Saikhan National Park. Auf den letzten Metern lag am Wegesrand der Kadaver einer Kuh. Eigentlich uninteressant, aber ich wußte bis heute nicht, wie groß Geier waren.

Geier

Geier

Am Eingang des Canyon machten wir Rast für ein Mittagessen- es gab mal wieder Spagetti mit Fertigsauce. Dann marschierten los. Unser Fahrer würde uns an der anderen Seite mit unserem Wagen abholen.

Der Weg zur Schlucht war am Anfang noch recht bereit, aber verjüngte sich nach und nach.

Yol Canyon

Yol Canyon

Ein kleiner Bach, den wir mehrfach überqueren mußten, zog sich durch die gesamte Schlucht.

Durch unsere Schritte scheuchten wir mehrere mongolische Murmeltiere auf, die uns mißtrauisch beäugten.

Murmeltier

Murmeltier

 Das klein Tier war recht gut versteckt.

Murmeltier in

Murmeltier in „groß“


Bach

Bach

Die engste Stelle war dafür bekannt, das hier bis weit in den Sommer Eis lag. Ende/ Mitte August war aber nichts mehr zu sehen.

Yol Canyon

Yol Canyon

Im Anschluss an diese Stelle verbreiterte sich die Schlucht wieder und die Hänge wurden grün.

Schlucht

Schlucht


Blume

Blume

Kommend von der anderen Seite hätten wir auch per Pferd „anreisen“ können.

Pferde

Pferde

Auch hier in der Schlucht befanden sich an diversen Stelle an denen Steine angehäuft waren. Laut unserem Guide soll dies auf schamanische Wurzel zurückgehen und Glück bringen.

Steinhaufen

Steinhaufen

Insgesamt war die Strecke 8 Kilometer lang und wie versprochen wurde wir am Ende erwartet.

Dann ging die Fahrt weiter. Unser Fahrer quälte seinen Wagen über Passagen, die mach einer nicht einmal mit einem Geländewagen in Angriff genommen hätte. Die Krönung war eine Stelle wo wir zuvor aussteigen mußten und er versuchte eine Hang hoch zu kommen. ohne Erfolg: der Wagen rutschte trotz Bremsen und eingeschlagener Lenkung einfach wieder zurück. Erst der dritte Versuch an einer anderen Stelle gelang.

Dann ging die Fahrt noch ein paar Kilometer, bis wir in der Wüste Gobi an einer beliebigen hielten und zu unser aller Überraschung würden wir heute campen- und das diesmal in Zelten. Wir hatten uns in den letzten Tag positiv über das „campen“ in den Gers geäußert und zufällig (…) waren im Wagen drei Zelte.

Wüste Gobi

Wüste Gobi

Es war seltsam die Zelte einfach so auf freier Fläche so ganz ohne Bezugspunkt aufzubauen, aber es war eine gute Gelegenheit mitten in einer Wüste zu campen. Kilometer weiter war nichts!

Unser kleines Camp und mein riesiger Schatten

Unser kleines Camp und mein riesiger Schatten

Mein Zelt hatte aus uneingeschränkte Aussicht über Kilometer.

Mein Zelt

Mein Zelt

Leider hatte das campen auf der freien Fläche den Nachteil, das es windig und ziemlich kalt war. Morgen früh würde ich mehr wissen!

Später lies der Wind komplett nach, es war totenstill und es tat sich wieder dieser vollkommende Sternenhimmel auf. Wahnsinn!

Das Camp lag 555 Kilometer südwestlich von UB und lag auf 1.560 Meter Höhe.

Ich war in der Wüste Gobi! 😊

Tag 032: Yol Canyon (Mongolian Road Trip #3)

Der heutige Morgen begann wieder sehr windig und ein wenig verhangen. Die Kamele hatten auch zu früher Stunde keine wirkliches Interesse an mir.

Desinterssiertes Kamel

Desinteressiertes Kamel

Wir standen auf, frühstückten und brachen gegen 9:00 Uhr auf. Unser erstes Zwischenziel war die Stadt Dalanzadgad. Dort wurden frische Lebensmittel gekauft. Leider gab es kein frisches Kamelfleisch. Die Stadt selbst war nichts besonderes.

Dalanzadgad

Dalanzadgad

Unser Ziel, der Yol Canyon, lag im Gurvan Saikhan National Park. Auf den letzten Metern lag am Wegesrand der Kadaver einer Kuh. Eigentlich uninteressant, aber ich wußte bis heute nicht, wie groß Geier waren.

Geier

Geier

Am Eingang des Canyon machten wir Rast für ein Mittagessen- es gab mal wieder Spagetti mit Fertigsauce. Dann marschierten los. Unser Fahrer würde uns an der anderen Seite mit unserem Wagen abholen.

Der Weg zur Schlucht war am Anfang noch recht bereit, aber verjüngte sich nach und nach.

Yol Canyon

Yol Canyon

Ein kleiner Bach, den wir mehrfach überqueren mußten, zog sich durch die gesamte Schlucht.

Durch unsere Schritte scheuchten wir mehrere mongolische Murmeltiere auf, die uns mißtrauisch beäugten.

Murmeltier

Murmeltier

 Das klein Tier war recht gut versteckt.

Murmeltier in

Murmeltier in „groß“


Bach

Bach

Die engste Stelle war dafür bekannt, das hier bis weit in den Sommer Eis lag. Ende/ Mitte August war aber nichts mehr zu sehen.

Yol Canyon

Yol Canyon

Im Anschluss an diese Stelle verbreiterte sich die Schlucht wieder und die Hänge wurden grün.

Schlucht

Schlucht


Blume

Blume

Kommend von der anderen Seite hätten wir auch per Pferd „anreisen“ können.

Pferde

Pferde

Auch hier in der Schlucht befanden sich an diversen Stelle an denen Steine angehäuft waren. Laut unserem Guide soll dies auf schamanische Wurzel zurückgehen und Glück bringen.

Steinhaufen

Steinhaufen

Insgesamt war die Strecke 8 Kilometer lang und wie versprochen wurde wir am Ende erwartet.

Dann ging die Fahrt weiter. Unser Fahrer quälte seinen Wagen über Passagen, die mach einer nicht einmal mit einem Geländewagen in Angriff genommen hätte. Die Krönung war eine Stelle wo wir zuvor aussteigen mußten und er versuchte eine Hang hoch zu kommen. ohne Erfolg: der Wagen rutschte trotz Bremsen und eingeschlagener Lenkung einfach wieder zurück. Erst der dritte Versuch an einer anderen Stelle gelang.

Dann ging die Fahrt noch ein paar Kilometer, bis wir in der Wüste Gobi an einer beliebigen hielten und zu unser aller Überraschung würden wir heute campen- und das diesmal in Zelten. Wir hatten uns in den letzten Tag positiv über das „campen“ in den Gers geäußert und zufällig (…) waren im Wagen drei Zelte.

Wüste Gobi

Wüste Gobi

Es war seltsam die Zelte einfach so auf freier Fläche so ganz ohne Bezugspunkt aufzubauen, aber es war eine gute Gelegenheit mitten in einer Wüste zu campen. Kilometer weiter war nichts!

Unser kleines Camp und mein riesiger Schatten

Unser kleines Camp und mein riesiger Schatten

Mein Zelt hatte aus uneingeschränkte Aussicht über Kilometer.

Mein Zelt

Mein Zelt

Leider hatte das campen auf der freien Fläche den Nachteil, das es windig und ziemlich kalt war. Morgen früh würde ich mehr wissen!

Später lies der Wind komplett nach, es war totenstill und es tat sich wieder dieser vollkommende Sternenhimmel auf. Wahnsinn!

Das Camp lag 555 Kilometer südwestlich von UB und lag auf 1.560 Meter Höhe.

Ich war in der Wüste Gobi! 😊

Tag 031: Tsagaan Suvarga (Mongolian Road Trip #2)

Ich war früh auf und nutzte die Zeit für einen ausgedehnten Spaziergang. Meine beiden kanadischen Reisegenossen entpuppten sich als kleine Landschläfer, so das wir nach einem spärlichen Frühstück erst gegen 10:00 Uhr starteten.

Unser heutiges Ziel war „White Castle“, das wir nur über Umwege erreichten. Der Fahrer fuhr nach Mandalgov, eine Stadt „Mandalgov“ die auf dem Weg Richtung Süden lag. Dort hielt er am lokalen Busbahnhof und wir begannen zu warten.

Busbahnhof

Busbahnhof

Dann kam ein Bus und zwei Dinge passierten. 1) die Frau die uns begleitet hatte verschwand 2) ein andere Frau, ein Tour Guide, und eine Touristin aus der Schweiz (Gorica) gesellten sich uns.

Der Deal der ohne uns zu fragen beschlossen war: wir waren nun zu viert dafür bekamen wir einen englisch sprechenden Guide. Wir war waren sprachlos! Was sollten wir machen? Eigentlich hatten wir keine wirkliche Wahl, und wurde unser Trip dadurch schlechter? Vermutlich nicht. Also ging es in dieser Konstellation weiter.

Ich nutzte die Gelegenheit des Warten und besorgte mir eine mongolische SIM-Karte (Mobicom), welche auf freier Strecke aber auch nicht funktionierte.

Das erste was unser neuer Guide machte, war Mittagessen. Der Platz ähnelte stark der von gestern.

Mittagessen

Mittagessen

In der Steppe waren zig Millionen von kleinen Blumen übersät.

Steppenblume

Steppenblume

Dann ging die Fahrt weiter. Was uns bei der Auswahl der Ziele nicht bewußt war, war das viele sich nicht an Straßen sondern an Pisten lagen. Auch heute raste der Fahrer mit beträchtlicher Geschwindigkeit über eine Sandpiste (er ließ sogar vorher Luft aus den Reifen). Und dann waren wir gegen 15:00 Uhr an Tsagaan Suvarga („White Castle“). Dies waren beachtliche Klippen, die vor ein paar Millionen Jahren unter dem Meeresspiegel lagen.

White Castle

White Castle

Wir begannen unseren Abstieg auf den ehemaligen Meeresboden, zu mindestens ein gutes Stück.

White Castle

White Castle

Unser heutige Übernachtungsmöglichkeit war wieder eine mongolischer „Camping Platz“, der war diesmal jedoch ein wenig rudimentärer war. Alles andere sei zu weit entfernt um noch erreichen zu können 😐

Camping

Camping

Im Ger standen nur drei Betten, so das schnell eine Matratze auf den knappen freien Boden gelegt wurde. Am Platz stand eine kleine Herde Kamele, darunter auch ein weißes.

Weißes Kamel

Weißes Kamel

Es gab keine Duschen, nur zwei Plumpsklos- zugegeben mit guter Aussicht.

Unisex Toiletten

Unisex Toiletten

Das Abendessen bestand aus Suppe und mongolischen Pfannkuchen- lecker.

Küchenblock

Küchenblock

Der heutige Tag war ein wenig durchwachsen dadurch, das über unsere Köpfen getroffen wurde. Die beeinträchtigte aber die Stimmung nicht, zu der Guide nett war und gutes Englisch sprach.

Das Camp lag 387 Kilometer südwestlich von UB und lag auf 1.282 Meter Höhe.

Tag 030: Holy Stones (Mongolian Road Trip #1)

Nach einer ruhigen Nacht bin ich heute morgen früh aufgestanden. Ich hatte gut geschlafen und noch nicht einmal mitbekommen, wie jemand in das Bett über mir geklettert war.

Um 8:30 Uhr sollte es los gehen, also noch genug Zeit sich nach dem Frühstück die Beine zu vertreten.

Shopping Center

Shopping Center

Da mein Plan den Terelj National Park zu besuchen am Wetter gescheitert war, habe ich mich mit einem kanadischen Pärchen (Chloe & Craig) zusammen getan und wir waren auf dem Weg. Die Planung wies auf Grund der Kommunikation, aber wir hatten Wagen und Fahrer sowie Verpflegung für 9 Tage gemietet und grob eine Strecke besprochen. Der Rest würde sich ergeben.

Die Straße führte durch eine endlose, leichte Hügelsteppe auch denen des öfteren Pferde grasten. Es waren keine wilden Pferde, sondern welche deren Besitzer in den typen Zelten in der Nähe wohnten.

Pferde in der Steppe

Pferde in der Steppe

An anderer Stelle sah ich eine „Pferdehirten“, der sich via Motorrad um seine Tiere kümmerte. Unser Wagen war ein japanisches Fabrikat, das es nur mit Fahrer gab.

Unser Wagen mit Fahrer

Unser Wagen mit Fahrer

Am Wegesrand standen ab und zu Holzkonstruktionen, die über und über mit blauen Tüchern bedeckt waren. Jedes Tuch wurde von einem Autofahrer angebracht, bevor er zu einer längeren Fahrt aufbrach und sollten Glück bringen. Im Winter sollte die Strecke garnicht so ohne sein (die Straße war schlicht schlecht zu erkennen) und am Straßenrand lagen immer wieder Fahrzeuge, deren Fahrer kein Glück von seinem Tuch erhalten hatten.

Blau war die Farbe des Glücks

Blau war die Farbe des Glücks

Und so zog sich die Straße und wir fuhren bis gegen Mittag, dann war es Zeit für eine Mittagspause.

Straße

Straße

Den Fahrer begleitete (s)eine Frau, die für uns Spagetti mit Tomatensoße machte. Derweil wurden die Stoßdämpfer von unserem Fahrer ausgetauscht. Ein Unterschied war später allerdings kaum auszumachen.

Mittagspause

Mittagspause

Derweil war es extrem windig hier im Nichts und ein Stück abseits der Straße, so daß ich Pullover und Regenjacke bemühen mußte. Eine riesige Herde Ziegen zog vorbei und nahm dabei nur sehr begrenzt Kenntnis von uns.

Ziegen

Ziegen

Den Besucher in rot, der an sein Motorrad lehnte besuchten wir später in seinem Ger, einem traditionellen mongolischen Zelt- mit TV und Telefon.

Ger

Ger

Uns wurde vergorene Pferdemilch und Hartkäse aus Pferdemilch angeboten. Der Geschmack war gewöhnungsbedürftig und ich war mir sicher dieses Experiment noch zu bereuen. Die beiden Kanadier war da klüger und lehnten höflich ab.

Fermentierte Pferdemilch

Fermentierte Pferdemilch

Und auch wenn das Zelt am Sommerplatz stand, geheizt werden mußte es trotzdem. Und an den Geruch gewöhnte man sich sicherlich.

Heizung

Heizung

Kaum wieder losgefahren, kreuzte eine Herde Kamele die Straße.

Kamelherde

Kamelherde

Irgendwann verließen wir die befestigte Straße und es ging eine unbefestigte Piste weiter, die der Fahrer mit kaum reduzierte Geschwindigkeit entlang raste. An zwei Stellen quälte er das Fahrzeug sogar über Stellen, die ein paar Teilen des Fahrzeug bestimmt nicht gut getan haben. Vielleicht wechselte er vor jeder Tour diverse Teile aus?

Die Landschaft wurde langsam hügliger und gegen 15:00 Uhr waren wir an unserem Tagesziel, eine weitläufigen Tal mit heiligen Steinen.

Berge

Berge

Die Landschaft war, ohne zu übertreiben atemberaubend und der Blick ging teilweise Kilometer weit. An vielen Stellen befanden sich kleine und große Steinhaufen (manche mit Geldscheinen), die ihrem Erbauer eine Wunsch erfüllen sollten.

Stein auf Stein

Stein auf Stein

Die Ruine eines Kloster befand sich zwischen zwei Felsen und schützen einst den Zugang zu dem dahin liegenden, schattigen Tal.

Klosterruine

Klosterruine

Hinter dem dem kleinen Tag befanden sich wieder eine ganze Reihe von Steinhaufen, einer der größten sogar mit Bändern. Dies war (ist vielleicht noch) ein heiliger Ort für viele Mongolen.

Sternhaufen mit Bändern

Sternhaufen mit Bändern 


Ein heiliger Ort

Ein heiliger Ort

Die Nacht verbrachten wir auf einem mongolischen Campingplatz, zu mindestens war das die beste Beschreibung die mir einfiel. Wenigstens waren hier einige traditionellen Zelte aufgestellt, in denen sich Betten befanden. Außerdem gab es Duschen, Toiletten und einen Restaurant. Und alles irgendwo im Nichts. Genannt wurde es nicht Camping, sondern „Tent camp“, aber das änderte den Eindruck nicht. Das Camp lag knapp 200 km Luftlinie südwestlich von UB auf knapp 1.530 m Höhe.

Camping

Camping


Lage

Lage

Unser Ger hatte vier Betten, einen Ofen (ohne Kamelmist) und einem kleinen Tisch nebst Stühlen.

Ger von innen

Ger von innen

Die Frau, die vielleicht die Frau des Fahrers war, bereitete auch das Abendessen zu. Der Tag klang ruhig bei einem gemeinschaftlichen Bier aus und wir ging früh schlafen. Ich war gespannt, was morgen kommen würde!

Der Sternenhimmel nachts was unglaublich. Diese Klarheit, diese Helligkeit. Wahnsinn! So etwas hatte ich das letzte mal in Australien bewundern können. Über 10 Minuten verrenkte ich mir den Hals beim Betrachten dieser Schönheit.


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